Sicherer Babyschlaf: Das müssen Eltern wissen

Nach der Geburt des ersten Babys dreht sich in den Haushalten frischgebackener Eltern alles um die Bedürfnisse des Neuankömmlings. Nicht nur die Versorgung mit Nahrung und eine liebevolle Körperpflege stehen hier im Mittelpunkt, sondern auch der Schlaf.

Insbesondere der Schlaf des eigenen Kindes ist für Eltern in vielerlei Hinsicht wichtig, denn er bedeutet auch für Mama und Papa ein klein wenig Erholung. Es lohnt sich daher, schon vor der Geburt zu überlegen, welches Setting am besten zu den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen passt.

Schlafen im eigenen Bett: Hierauf kommt es an

Das eigene Babybettchen als Schlafplatz während der Nachtstunden ist für viele Eltern nach wie vor der Favorit. Kein Wunder also, dass auch beim Einkauf der Erstausstattung ein passendes – und vor allem sicheres – Gitterbett nicht fehlen darf.

Soll das eigene Baby in seinem Bett schlafen, braucht es eine gesunde und risikofreie Umgebung. Das gilt sowohl für die Familien, die ein eigenes Kinderzimmer zum Schlafen nutzen, als auch für all diejenigen, bei denen das Gitterbett zunächst im Elternschlafzimmer steht.

Das Babybett sollte frei von beweglichen Dingen sein, die das Baby gefährden könnten.

Zu einer solchen Schlafumgebung gehört die Vermeidung von Gefahren, die sich in mancher Situation sogar als lebensgefährlich für das Baby herausstellen können. Da sich die Kleinsten noch nicht selbst befreien können, wenn Decken, Kissen oder Stofftiere auf ihr Gesicht rutschen, sollte das Babybett möglichst frei von solch beweglichen Dingen sein.

Wer dem eigenen Kind zu etwas mehr Geborgenheit im Bettchen verhelfen möchte, kann ein Stillkissen nehmen und es am Kopfteil des Bettes rundum befestigen, sodass eine räumliche Begrenzung entsteht. Hier ist es ebenfalls wichtig, dass das Stillkissen nicht verrutschen kann.

Auch die Babymatratze ist ein entscheidender Punkt, wenn es um eine sichere Schlafumgebung geht. Sie sollte nicht zu weich sein, da das Baby sonst tief einsinken könnte. Das ist auch für kleine Körper nicht nur unbequem, sondern kann auch die Behinderung der Atemwege begünstigen, wenn sich das Kind im Schlaf auf den Bauch dreht.

Feste Matratzen sind daher stets zu empfehlen. Da Ausdünstungen von Chemikalien immer wieder in Verdacht stehen, den plötzlichen Kindstod, Allergien oder auch Asthma zu begünstigen, ist der Kauf einer schadstofffreien Bio-Matratze durchaus eine gute Idee.

Trotz des Wunsches nach Gemütlichkeit in der Nacht sollten Eltern darauf verzichten, ihrem Baby eine Bettdecke zu geben. Diese kann sich – wie bereits erwähnt – über das Gesicht des Babys legen und die Atmung behindern.

Darüber hinaus steigt mit der Verwendung dicker Babydecken auch das Risiko einer Überwärmung des kleinen Körpers. Besser ist es daher stets, das Kind in einem sicheren Schlafsack schlafen zu legen. Inzwischen gibt es solche Schlafsäcke für jede Jahreszeit, sodass auch im Winter niemand frieren muss.

Das Familienbett als mögliche Alternative

Nicht alle Eltern trennen sich während der Nachtstunden gerne räumlich von ihrem Kind. Auch manche Babys schlafen schlicht besser, wenn sie die direkte Nähe zu Mama oder auch Papa spüren können. Das Familienbett als Option erfährt daher auch in Österreich immer größeren Zuspruch.

“In Österreich übernachten laut Experten ein Drittel aller Kinder (auch im Schulalter) bei den Eltern.”

(Quelle: https://www.wohnnet.at/wohnen/raeume/familienbett-17357)

Körperliche Nähe tut gut. Im Familienbett braucht dennoch jeder seinen Freiraum.

Schlafen Eltern gemeinsam mit ihrem Baby in einem Bett, kann das die Qualität der Nachtruhe in manchen Fällen deutlich verbessern. So müssen stillende Mütter nicht erst aufstehen, um den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht zu werden und bekommen etwas mehr Schlaf.

Da das Familienbett als Lösung dennoch für alle Familienmitglieder eine angenehme Angelegenheit sein soll, gilt: Nur, wenn auch das Baby in dieser Situation gut zur Ruhe kommen kann, ist das gemeinschaftliche Schlafen sinnvoll. Es gibt durchaus Kinder, die sich in Gegenwart ihrer Eltern gestört fühlen und nicht gut schlafen. Hier ist das Babybett dann sicherlich die bessere Alternative.

Was Sicherheit im Familienbett betrifft, gibt es einige Punkte, auf die Eltern unbedingt achten sollten:

  • Das Baby darf nicht zwischen den Eltern schlafen, um unbeabsichtigtes Darauflegen zu verhindern.
  • Die Bettseite, an der das Kind liegt, muss zusätzlich mit einem Herausfallschutz versehen werden.
  • Bettdecken der Eltern sollten so genutzt werden, dass sie sich nicht über das Baby legen können.
  • Jedes Familienmitglied muss genügend Platz für sich selbst haben.

Wer über die Einführung des Familienbettes nachdenkt, benötigt daher in aller Regel eine deutlich größere Matratze. Diese Anschaffung allerdings kann teuer werden, denn meist sind gewöhnliche Bettrahmen zu klein für ein gemütliches Familienbett. Als günstigeren Ausweg erachten viele Familien daher kleine Beistellbettchen, die an der Seite des Elternbettes aufgestellt werden können. Sie bieten dem Baby einen kleinen „Extra-Bereich“ und ermöglichen dennoch körperliche Nähe ohne Barrieren.

Auch das Schlafklima ist wichtig

Ob im Gitterbett oder direkt bei den Eltern: Zu sicherem Schlaf in der Nacht gehört zweifellos auch das richtige Schlafklima. Ist es im Schlafraum zu warm, kann das negative Auswirkungen auf die Körpertemperatur des Babys haben und eine Überwärmung begünstigen. Das wiederum stellt laut Experten einen der Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod dar. Als optimale Raumtemperatur im Schlafbereich von Babys gilt daher ein Bereich zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Ein Thermometer, das die Raumtemperatur misst, ist eine sinnvolle Anschaffung, um das Schlafklima zu kontrollieren.

Dem Baby sollte es während der Nacht weder zu warm noch zu kalt werden.

Auch Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle bei der Schaffung einer gesunden Schlafumgebung. Sie liegt im besten Fall zwischen fünfzig und sechzig Prozent, was sich mit speziellen Messgeräten leicht kontrollieren lässt. Ist die Raumluft zu trocken, kann das die Schleimhäute des Babys belasten und Infekte begünstigen. In einem solchen Fall lohnt es sich, in einen Luftbefeuchter zu investieren, oder wenigstens ein feuchtes Handtuch über die Heizung zu hängen.

Damit das eigene Baby während der Nacht gut durchatmen kann, ist regelmäßiges Lüften tagsüber unabdingbar. Während der Nacht sollte das Fenster – außer im Sommer – jedoch besser geschlossen bleiben.

Am sinnvollsten ist es, tagtäglich etwa drei Mal stoßzulüften. Hierfür wird nicht nur das Fenster im Schlafraum weit geöffnet, sondern auch die Tür und das Fenster in einem gegenüberliegenden Zimmer. Der Durchzug sorgt für einen effektiveren Luftaustausch, sodass nach etwa fünf bis zehn Minuten wieder genügend Frischluft vorhanden ist.

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