Mein Kind will nicht zur Schule gehen – was tun?

“Ich will nicht in die Schule gehen”…

Sicher haben die meisten Eltern schon einmal den Satz “Ich will nicht mehr in die Schule gehen!” aus dem Mund ihres Nachwuchses gehört.

Machen Sie sich aber keine all zu großen Sorgen: Grundsätzlich muss diese Aussage kein Anzeichen für eine ernsthafte Schulphobie sein.

Jeder hat mal einen schlechten Tag

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Jeder hat mal einen schlechten Tag!

So wie Erwachsene einen gemütlichen Tag auf der Couch, einem hektischen Arbeitstag vorziehen, so wollen die Kleinen auch lieber spielen oder vielleicht noch ein wenig mit Mama und Papa im Bett kuscheln. Es gilt herauszufinden, ob es sich um eine harmlose Faulenzerei oder gar um ein schwerwiegenderes Problem handelt. Die Unlust am Lernen tritt bei jüngeren als auch älteren Kindern auf.

Der Schlüssel zum Erfolg ist die Motivation.

Was kann man dagegen tun?

Die Schüler brauchen Lernziele, Lob und Anerkennung.

Lernziele, also überschaubare Lerneinheiten, dienen dazu, dass das Kind schon am Anfang das Ende sehen kann. Wie wäre als Belohnung ein Besuch im Freizeitpark? Schließlich wird die Arbeitsleistung der Erwachsenen ebenfalls in Form von Leistungszulagen oder Weihnachtsgeldern honoriert. Scheinbar endloses Lernen wirkt abschreckend und weckt in dem Kind das Gefühl, das es das niemals schaffen kann. Hat der Nachwuchs das gesetzte Ziel erreicht, sollten Eltern es loben und die Leistung anerkennen. Diese überschaubaren Ziele sind Meilensteine auf dem Weg zum übergeordneten Ziel, zum Beispiel ein gutes Zeugnis.

Beginnt der Morgen jedoch mit heftigem Geschrei, Tränenausbrüchen und panikartigem Verhalten, sollten Eltern genauer hinschauen.

  • Ist das Kind normalerweise hilfsbereit?
  • Hat es Freunde, mit denen es sich zum Spielen verabredet?
  • Ist der Nachwuchs wissbegierig, stellt viele Fragen und lernt gern Neues dazu?
  • Reagiert das Kind mit Bauchschmerzen, Übelkeit oder Schlaflosigkeit auf das Thema Schule?

Können Eltern diese Fragen mit einem Ja beantworten, so liegt dem Ganzen möglicherweise ein tief sitzendes Problem zugrunde. Erziehungsberechtigte sollten abklären, woher diese Schulverweigerung kommt. Möglicherweise wird das Kind gemobbt oder von einem Lehrer bloß gestellt. Häufig trauen sich die Kinder nicht, den wahren Grund für ihre Angst vor der Schule zu nennen. In diesem Fall ist es ratsam, das Gespräch mit einem Beratungslehrer oder einem Schulpsychologen zu suchen, um tief sitzende seelische Verletzungen oder eine schwere Schulphobie zu vermeiden.